@schultz: Wir haben folgende Aussagen.
1. Wer eine Tripper- oder Chlamydieninfektion hat, dessen Schleimhäute sind nicht mehr richtig intakt.
Das ist dasselbe wie die Aussage: Aus A folgt B
2. Wer nicht intakte Schleimhäute besitzt steckt sich leichter mit HIV an.
Das ist dasselbe wie die Aussage: Aus B folgt C
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Du schließt daraus: Wer intakte Schleimhäute besitzt kann sich nicht mit Tripper oder Chlamydien anstecken.
Das ist dasselbe wie die Aussage: Aus B_nicht folgt A_nicht
Das ist so ähnlich, als wenn ich Dir erzähle: "Wenn es regnet ist die Straße nass." und Du daraus schließt "Wenn es nicht regnet ist ist die Straße trocken (nicht nass)".
Das wiederum ist falsch! Aus A->B kann man nie aus A_nicht folgt B_nicht allgemeingültig schließen.
Die Straße könnte auch durch Tau nass sein oder sie wurde zum Staubschutz mit Wasser besprüht.
Zurück zu meiner Behauptung. Für mich ist das RKI (Robert Koch Institut: ehemalige Bundesgesundheitsamt) immer noch eine glaubwürdige Quelle. Daher verweise ich nur noch auf die Quellen und schreibe nichts weiter dazu.
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html#doc2374480bodyText1
Auszug:
Die
sexuelle Übertragung kann durch Kontakt virushaltiger Körperflüssigkeit mit der rektalen oder vaginalen/ zervikalen oder der Schleimhaut von Glans Penis und Vorhaut erfolgen. Mit der Höhe der Viruslast in den Sekreten steigt die Infektiosität. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung über die oralen Schleimhäute ist sehr gering (Ausnahme: Stillen bei Neugeborenen). Schleimhautläsionen sind für eine Übertragung keine Voraussetzung, können diese aber begünstigen. Lokale Faktoren wie gleichzeitig vorliegende andere sexuell übertragbare Infektionen können sowohl die Infektiosität als auch die Suszeptibilität deutlich steigern und stellen damit wichtige Kofaktoren für eine Übertragung von HIV dar.