Zum Inhalt springen

Griechenland und die EU

Gestartet von PlugAndPlay · 27.06.2015 · 28 Beiträge · 12.234 Aufrufe

Beiträge
Meine Meinung: Raus mit denen aus dem Euro, aber nicht aus der EU.
Wie ist eure Meinung dazu?
Da musste mal den Schröder und Fischer fragen,die haben solche Penner in den Euro aufgenommen.
Wirds wohl ein paar Schecks seitens der Rüstungsindustrie gegeben haben.
Egal,saumässiges Glück gehabt,da mein "Bangster" mir zu weitern Käufen riet.
Das heisst natürlich rette wer sich kann.:cool:
Mal sehen,hoffentlich ballert der Dax ordentlich runter,am liebsten so bis zur 7 000 Punkte Marke.
Dann kann man wieder gut einsteigen.
Das ist eigentlich alles was da für mich interresant ist.
Eh alles Lug und Betrug wobei nur die Kleinen beschissen werden.
Die Griechische Linksregierung benimmt sich wie ein verzogenes Kind, was sich viel vom Weihnachtsmann wünscht aber nichts dafür geben will.


Sie sind nicht die einzige Nation in Europa die finanziell Probleme haben. Andere Länder (z.B. Irland, Spanien, Portugal etc) packen jedoch die Probleme mit Reformen an und suchen nicht die Schuld bei Anderen.


Die Griechen bekommen Geld vom IWF und können diese Schulden nicht bedienen.
Im IWF sind nicht lauter Länder die nicht mehr wissen wohin mit dem Geld sondern ebenfalls Länder mit eigenen Finanzproblemen wie aktuell Venezuela, auch andere Schwellenländer wie Mexico und Brasilien sind nicht auf Rosen gebettet.

Problem wird u.a. sein die Griechen gegen ihren Willen juristisch aus dem Euro zu bekommen, da für diesen Fall wohl nichts in den Statuten der Euro-Währungsunion vorgesehen ist.

Ob die EZB in Frankfurt und die Politik in Brüssel lieber einen "GREXIT" oder einen Verbleib im Euro (um fast jeden Preis) bevorzugt ist auch noch fraglich.
Sie kann wählen zwischen Pest und Cholera -teuer und blamabel wird es für die Eurostaaten beides.

Hauptsache der Euro bleibt auch weiter stabil, damit noch Kohle für unser Hobby übrig bleibt!
Zuletzt bearbeitet von straker am 28.06.2015, 16:21
Essen und Beischlaf sind die beiden größten Begierden des Mannes (Kunfuze)
Hochkomplexes Thema. Je länger ich darüber nachdenke und je mehr Informationen ich mir einhole umso komplexer stellt es sich dar.

Nach meiner Meinung, ich bin kein Experte für Volkswirtschaft, haben sich unsere Regierungen total verrannt und zugenagelt. Ein Schuldenschnitt ist ja wohl eindeutig nötig. Danach gibt es nur zwei Alternativen. Den sog. GrExit, was aber wohl keiner aus guten Gründen will oder weiter massive Hilfen.

Wenn man sich die statistischen Daten anschaut, so sehen die Verhältnisse etwas anders aus, als es uns unsere Medien und die Regierungsvertreter vor machen. Betrachtet man den Quotienten aus Staatsverschuldung und Steuereinnahmen so sind wir verschuldeter als Griechenland. Wir bekommen nur die Kredite zu wesentlich geringeren Zinsen aufgrund unserer größeren Wirtschaftskraft. Bildet man den Quotient aus Staatsverschuldung und Bruttoinlandsprodukt so stehen wir mit einem Wert von ca. 0,7 gegenüber Griechenland mit mehr als 1,5 wesentlich besser dar. Zu meiner Überraschung nehmen die Griechen, gemessen am Bruttoinlandsprodukt mehr Steuern ein als Deutschland.

Somit können die geforderten Sparmaßnahmen nicht Zielführend sein. Gefragt währen Reformen die die Wirtschaft fördern in Verbindung mit einer Förderung des Aufbaus von modernen Infrastrukturen. Ähnlich wie nach der Wiedervereinigung. Natürlich haben auch die Griechen Hausaufgaben zu erledigen. Jedoch nicht so wie es die EU-Bürokraten verlangen. Von den Einsparungen die z.B. im sozialen Bereich vorgenommen werden sollen, werden im Endeffekt vornehmlich Zinsen an die Gläubiger gezahlt. Das das griechische Volk hier auf die Barrikaden geht, kann ich verstehen.
Nicht nur Reformen die das Land voranbringen wären nötig, sondern ein funktionierender Staatsaperat. Die müssen erstmal Ordnung in ihren Laden bringen, das ist ein wahrer Sumpf:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-bekommt-steuerhinterziehung-nicht-in-den-griff-a-915777.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechenland-zahlt-keine-renten-mehr-an-tote-13158195.html

http://www.stern.de/politik/ausland/steuerflucht-ins-ausland-reiche-griechen-lassen-ihr-land-haengen-3765978.html

http://www.morgenpost.de/nachrichten/article105278050/Steuerflucht-Griechenland-entgehen-Milliarden.html

Wenn die jetzt nicht selber handeln, bleibt das auf ewig ein Faß ohne Boden....
Zuletzt bearbeitet von straker am 28.06.2015, 18:09
Essen und Beischlaf sind die beiden größten Begierden des Mannes (Kunfuze)
Den Sumpf gibt es in jedem Land. Man braucht sich nur die Veröffentlichungen von Transparency International anschauen. Wir sind korrupt bis in die Haarspitzen. Wir stehen nicht mehr sehr weit hinter den Bananenrepubliken. Abgeordnete und politische Amtsträger können legal gekauft werden. Dazu kommt eine riesige Steuerungerechtigkeit die uns kleine Leute benachteiligt.

Aufräumen können wir genauso gut bei uns. Dann könnten wir etliche Milliarden Euro mehr einnehmen um unsere zunehmend verrottende Infrastruktur zu modernisieren. Der Nachholbedarf ist derart riesig das er zunehmend zu einem Problem für unseren Wirtschaftsstandort wird. Irgendwann rasseln wir dann mit abnehmender Wirtschaftsleistung und viel zu hohen Schulden in dieselbe Falle wie Griechenland. Dann geht es um unsere Einkommen, Renten und Arbeitsplätze. Übrigens haben unsere Regierungen der letzten Jahrzehnte die öffentlichen Einrichtungen derart kaputt gespart das viele Aufgaben nur noch pro Forma erledigt werden. Schaut man hinter den Kulissen ist ein sich anbahnender Zusammenbruch durchaus zu erkennen.

Somit kann jeder Staat, auch wir, schnell zu einem Griechenland werden. Da nützt dann auch der angebliche Deutsche Fleiß nichts mehr. Aber gut, die Griechen können tatsächlich einiges tun und haben dazu auch den Willen. Nur wie sollen sie eine funktionierende Finanzverwaltung aufbauen, wenn doch ein großer Teil der Staatsbediensteten entlassen werden soll. Von der Vorläuferregierung sind auf Druck des IWF dutzende frisch ausgebildeter Finanzbeamte entlassen worden. Da passt doch irgendwas nicht zusammen.

So sehr ich Europafan bin, so sehr finde ich die gegenwärtige Politik der Regierungen absolut gruselig.
Zuletzt bearbeitet von giovanni am 28.06.2015, 18:49
Nach meiner Meinung, ich bin kein Experte für Volkswirtschaft, haben sich unsere Regierungen total verrannt und zugenagelt.

So sehe ich das auch.

Einerseits will eine legitim gewählte griechische Regierung keine Entscheidung treffen, sondern lieber ein Referendum abhalten, bei dem fraglich ist, ob "der kleine Mann" die genauen Konditionen, Konsequenzen und Tragweite begreift. Weiterhin wurde in den vergangenen Jahren keine wirklichen Reformen angegangen.

Andererseits wollen sich die EU-Staaten nicht eingestehen, dass ein Teil des geliehenen Geldes "futsch" ist. Weiterhin ist der wirtschaftliche Sinn bzw. Erfolg der vergangenen "Hilfsprogramme" fraglich. Den Griechen geht's heute nicht besser. Was hat's also geholfen?

Nicht einfach!
Zuletzt bearbeitet von PlugAndPlay am 28.06.2015, 18:53
Den Sumpf gibt es in jedem Land. Man braucht sich nur die Veröffentlichungen von Transparency International anschauen. Wir sind korrupt bis in die Haarspitzen. Wir stehen nicht mehr sehr weit hinter den Bananenrepubliken.


https://de.wikipedia.org/wiki/Transparency_International

Mit dem kleinen Unterschied das wir Deutschen in der Tabelle von Transparency International immernoch respektabel auf Rang 12 gelistet sind, die Griechen auf Rang 80. Sicher verbesserungswürdig, da hast du völlig Recht, aber noch nicht in einer Liga.
Die wirtschaftliche Lage unseres Landes ist ebenfalls vergleichsweise gut. Wir alle arbeiten jeden Tag daran, dass es so bleibt.
Mag auch sein das auch unsere Wirtschaft mal an Stärke verliert, dennoch hat nunmal Deutschland die Bürgschaft über mind. ca 25 Milliarden € für die Schulden der pleitebedrohten Griechen übernommen und nicht umgekehrt.

Den Griechen ist nur von Herzen zu Wünschen das sie schnell wieder in die Spur kommen, jedoch mit dieser Regierung fahren die erstmal voll an die Wand.
Zuletzt bearbeitet von straker am 28.06.2015, 20:24
Essen und Beischlaf sind die beiden größten Begierden des Mannes (Kunfuze)
Naj Straker,
mal so nebenbei,halt für jeden verständlich.
Was meinst du wenn wir endlich mal der Stadt Berlin den Geldhahn abdrehen?
Naj Straker, mal so nebenbei,halt für jeden verständlich. Was meinst du wenn wir endlich mal der Stadt Berlin den Geldhahn abdrehen?


Dann wären wir bei Themen wie Neuregelung des Länderfinanzausgleichs oder Verwendung des Soli u.s.w. -auch ein schönes Thema aber ein ganz anderes, innenpolitisches.
Zuletzt bearbeitet von straker am 28.06.2015, 21:03
Essen und Beischlaf sind die beiden größten Begierden des Mannes (Kunfuze)
Nee
wir sind bei der Tatsache.
Was passiert denn wenn endlich die Subventionen für diese scheiss Automobilindustrie aufhören
Diesen ganzen Grössenwahn zahlt auch der Steuerzahler,keinen Cent für Winterkorn und Co.
Sollen die VW Arbeiter die vor Arroganz kaum geradeaus schauen können,endlich raus fliegen.
Damit Mobilität bezahlbar bleibt,sprich elektro.
Was ist da anders als in Griechenland?
Die Herren Schröder Fischer wussten doch was da los ist,keine Industrie aber Wettannahme im grossen Stil.
Also ich bitte euch.
Ist auch eh wurscht passiert eh nichts,weil Griechenland Militärsch wichtig für diese scheiss Amis wichtig sind.
Da geht es nämlich drum,Amerika versucht alles um Europa zu zerfleischen.
Das sind die Feinde
USA
Ein Französicher politiker hatte mal gesagt "wenn mann ein freund wie die USA hatt braucht mann keine feinde mehr" damit ist alles gesagt, hoffe das die völker bald auffstehen und diese cheiss volkend verachtende EU vernichten!
hier wurde alles gesagt.

ein guter link ist

http://www.godmode-trader.de/


und da schätze ich besonders

herrn hoose

http://www.godmode-trader.de/artikel/und-die-moral-von-der-geschicht,4221244


finde man am wochenende in der weekend-edition


hat manchmal einen leicht negativen touch, aber man sollte die sache schon realistisch sehen.

das tut herr hoose durchaus.

sehr zu empfehlen sind auch die beiträge von herrn dirk müller.

immer wieder für mich ein vergnügen von beiden geschriebene beiträge zu lesen.

lg
Ich habe noch mal weiter recherchiert und das hat mich jetzt völlig verwirrt. Irgendwer verscheißert uns aber auch das griechische Volk. Ich meine damit uns "kleine" Leute.

Die Griechen zahlen auf ihre Staatsschulden angeblich nur 2,4% Zinsen im Durchschnitt. Deutschland zahlt für seine Verbindlichkeiten 2,7% im Mittel. Die pro Kopf Verschuldung beträgt in Germany ca. 27.000 Euro und in Griechenland ca. 26.000 Euro. Gemessen an den Steuereinnahmen bzw. Staatshaushalt beträgt die Zinslast für Deutschland fast 10% und für Griechenland ca. 9%. Die Geringen Zinssätze für Griechenland kommen durch Sonderkonditionen von der EZB und dem IWF zu Stande.

Eigentlich müsste Griechenland mit solchen Rahmendaten klar kommen. Allerdings unter der Voraussetzung, das wirklich einige Reformen durchgeführt werden. Mit Reformen meine ich aber nicht die Sparmaßnahmen wie Rentenkürzungen. Vielmehr müssten wirklich systematisch Vermögen erfasst und versteuert werden und auch der Staatsapparat, also die Behörden, praktisch neu aufgebaut werden. Das geht ohne Entlassungen aber mit konsequenten Einfordern der gestellten Aufgaben.

Man sollte jedoch auch nicht vergessen das wir den Griechen aber auch den Spaniern und Portugiesen die Niedrigzinsphase verdanken. Die niedrigen Zinsen gefährden zwar die Barvermögen von Sparern, Versicherungen und Pensionskassen aber drücken die Neuverschuldung unseres Staatshaushaltes und beflügeln die Exportwirtschaft. Von daher könne die Finanzminister und die Wirtschaftsbosse eigentlich gar nicht so entsetzt sein wie sie immer tun.
... Irgendwer verscheißert uns aber auch das griechische Volk. Ich meine damit uns "kleine" Leute. ...

Und was ist daran neu? Das geschieht doch schon immer. Es wird einem die Sau vom Hof gestohlen und man kriegt mit großem TamTam ein Kotelett zurück und soll auch noch dankbar sein. Seit geraumer Zeit findet eine Vermögensumschichtung vom kleinen Mann zu den größeren statt, ohne das man dagegen wirlich etwas unternehmen kann, sofern man halbwegs ehrlich bleiben will.
Und so viel anders als die Vorgängerregierungen scheint die jetzige griechische Regierung in Sachen Nepotismus auch nicht zu sein.
Zuletzt bearbeitet von Robert AO am 01.07.2015, 13:52
Du möchtest mitdiskutieren? AnmeldenRegistrieren

Verbindung wird wiederhergestellt …

Verbindung fehlgeschlagen – neuer Versuch in Sekunden.

Verbindung verloren.
Bitte erneut versuchen oder die Seite neu laden.

Die Sitzung wurde vom Server pausiert.

Die Sitzung konnte nicht fortgesetzt werden.
Bitte Seite neu laden.