Wie ich am Anfang schrieb. Nein bedeutet für mich immer nein. Das komische daran ist, das es sich Frauen nicht selten dann doch noch anders überlegen. Ich finde das seltsam und es irritiert mich. Schließlich bin ich so erzogen ein Nein ohne wenn und aber zu akzeptieren. In den meisten Fällen bin ich auf das nachgeschobene "ja doch" nicht eingegangen. Das entspricht auch der Erfahrung von vielen Geschlechtsgenossen. Sie bekommen ein "Nein" akzeptieren dies nicht und kommen dann doch zum Erfolg. Offenbar im beiderseitigen Einvernehmen.
Hier Frage ich mich dann, wer hier die Bekloppten sind?
1. Ich selber, weil ich ein Nein simpel als Nein interpretiere.
2. Der Gesetzgeber, weil er Regelungsbedarf sieht.
3. Die Frauen, weil sie mit "Nein" meinen "Streng Dich noch ein bischen mehr an, wenn Du mir das Höschen ausziehen willst.
4. Oder die Männer die es gelernt haben, wenn sie das Nein akzeptieren, viel seltener zum Erfolg kommen.
Giiovanni der hier etwas ratlos ist.
Ich frag mich auch, ob ich ratlos oder bekloppt bin...
Ich glaube aber, das Problem liegt ganz woanders. Es ist nämlich nicht so, dass Frauen nicht generell nicht wollen, sondern ihre Gründe nicht wollen zu wollen, bzw. die Entrüstete zu spielen, doch im moralischen Ansehen der Gesellschaft bzgl. Frauen liegen, die zu sexuellen Handlungen bereit sind.
Eine Frau, die bereit zu einvernehmlichem oder auch nicht einvernehmlichem Sex ist, hat ganz schnell mit Rufverlust zu kämpfen, gilt - im Gegensatz zum Manne - als die Frivole, die Schlampe, die Hure.
Weitere ausschließlich auf Seiten der Frau liegende Nachteile sind - nämlich auch bei nicht einvernehmlichem Sex die möglichen Folgen, wie beispielsweise Schwangerschaft und Nachkommen, womit sie allzu oft alleine da gestehen lassen wird und was Einfluss auf ihr ganzes Leben hat, oder die in den meisten Fällen für Frauen größere Ansteckungsgefahr mit Krankheiten.
Frauen merkt man also die Bereitschaft zu dem für sie als unmoralisches Handeln eingestuften Beischlafs nachvollziehbar an, sie ist diejenige, die sich den Ruf eines "gefallenen Mädchens" gefallen muss - und wenn der Mann tausend Mal mit Folgen wie Unterhaltszahlungen usw. herangezogen wird.
Männer wollen unberührte, sittliche Frauen - zumindest nach offiziellem Bild - keine, die mit "jedem schon im Bett war" - umgekehrt fragt man nicht danach, ob ein Mann ein alter Schürzenjäger ist.
Das Bild, das die Gesellschaft von sexuell bereitwilligen Frauen zeichnet, ist also in meinen Augen der Grund, so entrüstet anlässlich männlicher Begierde nach Sex zu tun - bzw., schlimmer noch, die gesellschaftliche Einstellung von der unmoralischen Frau mit Falschanprangerungen solcher Männer zu bestrafen, mit denen sie vielleicht doch gerne Sex gehabt hätten.
Selbst hier, auf einer Plattform über "Tabulose Huren", auf der für Manchen bereitwillige Frauen, die sozusagen im Ausgleich für ihre Rufschädigung dann eben Geld nehmen, Nutten = Fleisch sind, besteht doch auch teilweise moralische Entrüstung über Sexwilligkeit weiblichen Geschlechts.
