Ich hasse diese Bullshit Reportagen. Es ist gesteuerte Propaganda
Belege für die Steuerung? Oder war das nur ein "Gefühlsausbruch"? Dann lass stecken.:) Ich fand die Reportage gut. Sie lässt mehrere beteiligte Seiten zu Wort kommen. "Prostitution ist des Teufels" kam dabei nicht vor. Insbesondere kamen einige "Rollen" zu Wort, mit denen ich persönlich nicht ohne Weiteres sprechen könnte. Insofern erweitert die Reportage mein Weltbild.
1. Was ist dabei, wenn Deutschland das Bordell Europas ist?
Hat die Reportage das denn bedauert? Soweit ich mich erinnere nicht.
Wir sind nur das Bordell Europas, weil in anderen Ländern diese Freiräume immer weiter eingeschränkt wurden und werden.
2. Wir als Deutsche werden nicht beneidet, weil wir so tolle Autobahnen haben, oder so prima Bahnhöfe und Flughäfen bauen können sondern weil wir im Bereich Sex und Prostitution bislang am liberalsten und freiheitlichsten sind.
Gut argumentiert.
3. Die Frauen aus Südosteuropa, die uns ihre Körper verkaufen kommen als Einbrecher und Taschendiebe zurück, wenn wir ihnen diese Verdienstmöglichkeiten nehmen.
Spekulation.
Ein zurück ist falsch. Nur ein voran kann die Situation für Alle verbessern. Freier, offener und toleranter. So geht es.
Glaube ich auch.
Das neue Prostitutionsschutzgesetz hat viele Parallelen zu einem vergleichbaren Gesetz aus der Nazizeit.
Nicht alle Gesetze, die aus der Nazizeit stammen, sind notwendigerweise schlecht. Außer, das hätte jemand für jedes einzelne Gesetz nachgewiesen. Welche Parallelen sind das denn?
Oh, ein "toleranter und weltoffener" Alt-68er?
Bitte Leute, weniger "dem anderen Schilder auf den Rücken pappen", mehr konkret auf den anderen eingehen. Das steigert für alle das Nutzen-zu-Kosten-Verhältnis beim Lesen.
Die 50er und 60er waren weitaus toleranter als es in der 68er-Propaganda rückschauend dargestellt wird.
Mag sein, dass manche "68er-Propaganda" machen - viele tolerante Vor-68er gehen darüber lächelnd hinweg und fördern lieber weiter die sexuelle Toleranz statt sich mit dogmatischen 68ern anzulegen.

Und die undogmatischen 68er sehe ich eher als Verbündete.
Man hat nur eben damals nicht über alles geredet, was man so im PRIVATEN getrieben hat und nicht alles zwanghaft an die ÖFFENTLICHKEIT getragen.
Mich hat noch keiner gezwungen. :P
Und wen findet man heute in vorderster Front, wenn es darum geht. Bürgerrechte einzuschränken und anderen vorzuschreiben, wie sie ihr Leben zu führen haben? Genau, die 68er und ihre geistigen Erben, versammelt in SPD und ihrer Haus- und Hofpartei, den Grünen.
Das finde ich zu pauschal. Zum einen sind nicht alle Mitglieder der gleichen Meinung (gilt sicher für Parteien aller Richtungen), und bestimmt nicht alle würden sich als 68er bezeichnen (hast du auch nicht behauptet). Insbesondere würde ich Basis und Obere nicht in einen Topf werfen. Zum Anderen: Es gibt viele Bürgerrechte. Manche davon halte ich sogar für wichtiger als die, die die "Freiheit zur Tabulosigkeit" betreffen. Bloß weil manche SPDler oder Grüne im Forensinn die Freiheit einschränken wollen, heißt das nicht, dass sie bei allen Themen "Mist bauen".