... daß sie wieder für einen Hungerlohn in sozialen Einrichtungen ausgebeutet werden können. Befreiung der Frauen eben.

Wobei das mit der zunehmenden Entmündigung in einem noch größeren Maßstab der Fall und zu sehen ist. Früher - also bis in die 70er/ 80er des letzten Jahrhunderts - konnte ein Durchschnittsverdiener
mit seiner Hände - oder was auch immer er dafür brauchte - Arbeit sich und seine Familie ernähren, hatte ein Dach über dem Kopf, in den allermeisten Fällen ein Auto und für einen Urlaub - nicht unbedingt auf den Malediven oder Seychellen, aber muss das denn eigentlich sein? - war auch noch was übrig und ... was man nicht vergessen sollte ... sparen konnte er auch noch etwas. Die Kinder blieben bis zum Erreichen des Kindergarten- oder Schulalters daheim bei Muttern oder bei den Großeltern. Man war vielleicht nicht gerade reich, aber es ging einem soweit gut und man war mehr oder weniger zufrieden.
Und heute? Heutzutage haben viele das Gefühl, dass es vorne und hinten nicht reicht. Einerseits ist das tatsächlich so, andererseits nicht, aber irgendwie am Ende auch schon.
1. Ist die Reallohnentwicklung gerade im Bereich der mittleren Einkommen in den letzten Jahrzehnten hierzulande auf der Stelle getreten, während man sich in vielen europäischen Nachbarländern einen kräftigen Schluck aus der Pulle - Europa macht's möglich - gegönnt hat. Es ist also tatsächlich weniger da, was man ausgeben könnte.
2. Ist im Gegensatz dazu die Abgaben- und Steuerlast kontinuierlich gestiegen. Die Steuereinnahmen sprudeln geradezu. Also noch weniger in der Tasche.
3. Teurer ist mit dem Euro ja auch nichts geworden, aber komischerweise zahlt man beispielweise für Schuhe heute in EUR das, was sie in den 90ern in DM gekostet haben.
4. Hinzu kommt, dass einem immer mehr "Bedürfnisse" aufgeschwatzt werden, die man eigentlich mal kritisch hinterfragen müsste!? Auto, Handy, Klamotten, Urlaub ... immer mehr, immer weiter, immer schneller ... was dann nur dummerweise auch für die Ausgaben gilt. Also kauft man auf Pump - die Bank freut sich - und gibt Geld aus, das man eigentlich gar nicht hat, aber was tut man nicht alles fürs Image und was sollen die Nachbarn und Kollegen sagen?
5. Also muss Kohle her. Muttern muss jetzt auch ran. Warum auch nicht? Nur wer kümmert sich jetzt um die Kinder? Oma und Opa sind weit weg - man ist ja (gezwungenermaßen) modern und mobil ... also Kinderbetreuung. Die kostet dann dummerweise wieder Geld. Wie gewonnen so zeronnen, aber wenigstens hat jetzt Vater Staat schon frühstmöglichen Zugriff auf die lieben Kleinen. Immerhin einer, der sich freut. Nur braucht Vater Staat dafür ja auch Geld. Egal, dann werden eben im Namen der sozialen Gerechtigkeit mal eben die Steuern erhöht.
6. Wenn das alles nicht reicht, muss man eben zum Amt, die Hosen runterlassen und aufstocken und sich in die Abhängigkeit vom Wohlwollen des Staates begeben, der für soviel Wohltaten natürlich Geld braucht. Die Lösung? Richtig! Steuern rauf!
7. Und wenn alle Stricke reissen und der Arbeitsplatz EU-subventioniert ins kostengünstigere europäische Ausland verlegt wird, darf man sich vollständig in die "Obhut" von Vater Staat begeben, der bei so hohen Sozialausgaben eigentlich mal wieder die Steuern erhöhen müsste ...
8. Bevor wir's vergessen: Sparen kann man dabei natürlich nichts mehr, aber beim derzeitigen Zinsniveau ...
Und damit niemand auf die Idee kommt, das alles mal zu hinterfragen, wird einem in Funk und Fernsehen tagtäglich erzählt, wie gut es einem doch geht usw. usf. Lesen könnte da womöglich noch ein Ausweg sein, aber die Fähigkeit wird in den Schulen ja nur noch in abnehmendem Maße vermittelt. Wer braucht schon Bücher, wenn es doch Laptops gibt? Bildung ist doch eh total anstrengend und "schwul". Dann doch lieber in den nächsten "Camp David"-Laden rennen und das Hemd kaufen, das der Bohlen neulich im Fernsehen angehabt hat. Man sollte kaum glauben, dass es in diesem Lande mal sowas wie Arbeiterbildungsvereine gab, aber das ist eine andere Geschichte ...
Langer Rede kurzer Sinn: Vom - mehr oder weniger - selbstbestimmten Arbeitnehmer hin zum allumfänglich Abhängigen staatlicher Almosen, der im Hamsterrad dem Geld hinterherjagt, um tatsächliche oder auch nur vermeintliche Bedürfnisse zu befriedigen, und dabei nicht merkt, dass er die Möhre, die vor seiner Nase baumelt, nie erreichen wird.
CUI BONO?

Sämtliche Aussagen der Kunstfigur "Doctordick" spiegeln nicht notwendigerweise Ansichten und Meinungen des Verfassers wider und sind als Gesamtkunstwerk zu betrachten. Handlungen und Personen in den "Berichten" der Kunstfigur "Doctordick" sind frei erfunden; jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig und in keiner Weise beabsichtigt; Personen, die meinen, in diesen sogenannten "Berichten" vorzukommen, sind nicht gemeint.