Man kann sicher über den Entwurf streiten, aber er hat schon deutliche Unterschiede zu dem was über ihn in der Presse stand.
Der Entwurf basiert weiterhin auf "Nein ist Nein", er definiert nur einige Punkte genauer:
1. die Teilnahme an einer sexuellen Handlung das Ergebnis von Misshandlung, anderer Gewalt oder Bedrohung ist,
Das ist bei uns schon lange so geregelt und ich denke auch in Schweden wird das auch so gewesen sein, nur das es jetzt expliziet drinnsteht
2. die Täterin/der Täter in ungebührender Weise den Umstand ausnutzt, dass sich eine Person aufgrund von bspw. großer Angst oder Trunkenheit in einer besonders schwachen Position befindet oder
Das könnte schon krasser werden. Da bleibt es abzuwarten, was Gerichte als "besonders schwache Position" bewerten. Wenn ich sabbernd in der Ecke liege ist das sicher erfüllt, so ist es zumindest in der deutschen Rechtssprechung.
3. die Täterin/der Täter in schwerwiegender Weise den Umstand ausnutzt, dass sich die Person der Täterin/dem Täter gegenüber in einem Abhängigkeitsverhältnis befindet.
Das ist ganz ähnlich in Deutschland auch so. Die Betonung liegt hier auf schwerwiegend. Chef und Sekretärin fällt hier sicher nicht rein, Lehrer und Schülerin schon eher. Lehrer und Schülerin wo der Lehrer z.B. mit guten Noten lockt bestimmt. (Ich gehe natürlich davon aus, das immer alle volljährig sind)
Diese Regelung sind zumindest weit davon entfernt auf "Ja ist Ja" abzuzielen und das ist das was viele Zeitungen geschrieben haben.
Augustus380 sagt: Solche Begriffe haben im Strafrecht nichts zu suchen, sind demokratiegefährdend und machen uns vollends zum Sklaven des Staates.
Im Falle von "Ja ist Ja" wäre ich deiner Meinung. Hier sehe ich das aber noch nicht so.