Der StSt (kürzen wir mal so ab, damit's keine bösen Verwechslungen gibt) ist in Europa mehr oder weniger verschwunden bzw. seine traurigen Reste werden von noch traurigeren Figuren betippelt.
Die Älteren hier haben die schönen Zeiten noch mitgemacht. Die Bordsteinschwalbe war früher auch nicht hygienisch so anrüchig wie heute - oder selbst ich hab's nicht so empfunden. Ob in großen Städten oder auch in der Provinz - es gab immer passable Mädels dabei und kein Ekelgefühl danach. Selbst beim Fick ohne. Die Mädels waren eh lockerer drauf, zum großen Teil - zumindest bis in die 90er Jahre - auch deutsch, man konnte sich verständigen. In Saarbrücken bin ich mal beim a tergo ins engere Loch geraten - das Mädel stöhnte nur, hielt dagegen und schob sich selber tiefer drauf. Nach dem Abspritzen hat sie nur gegrinst und gemeint, dass die Muschi so sauber geblieben wäre. Das war 1983/84 - keine Sau hat von Aids was gewusst und gevögelt wurde eh meist ohne. In dem Fall wirklich "gute alte Zeit".
Rotlichtviertel Amsterdam - bis Ende 80er / Anfang 90er Jahre das Amüsierviertel schlechthin mit den berühmten Fenstern, aber auch kleinen Clubs und Fick-Shows auf der Bühne. Heute nur noch anständiges "Museum" für die Touristenströme. Dito "Große Freiheit" in Hamburg. Nix mehr Freiheit, sondern Partysaufen und sittsame Olivia Jones Travestie. Selbst in der sauberen Schweiz waren in den 80er und 90er Jahren die Bordsteinschwalben am Züricher Limmatquai unterwegs. Damals galt noch das Gewerbealter ab 16 und man traf eine Menge Schweizer Teenager dort.
Nach der Ostöffnung waren vor allem Polen und Tschechien Eldorados für die Straße. Die oben schon genannte E55, aber in Tschechien fast jede Landstraße an der deutschen Grenze. Ich bin seinerzeit oft aus dem Süden Richtung Prag. Und egal, ob über Waidhaus, Furth im Wald oder Markt Eisenstein - gleich hinter der Grenze hüpften die jungen einheimischen Mädchen am Straßenrand und ließen sich für ein Taschengeld ficken. Hatte man Zeit, dann lohnte sich ein Wochenendausflug in eine der Kleinstädte. Einfache Pensionen, noch einfachere Dorfdiscos, aber dafür umso neugierigere Mädchen, die gerne einen (ok, auch ich war damals noch 30 Jahre jung und schlank) netten Westeuropäer kennenlernen wollten. Das war auch nicht klassische Prostitution, sondern da ging's mehr um Spaß. Und den Mädchen erschienen 20 oder 50 D-Mark wie ein Vermögen. Wenn sie denn überhaupt was wollten, weil sie ja schon zu Getränken und Essen eingeladen waren. Und gläubige Katholikinnen waren sie sowieso. Dieses Vergnügen dauerte leider nicht ewig und dann tauchten immer mehr die Zigeunertypen auf und in den Waldwegen parkten die Zuhälterautos. Die Straßenneubauten taten ein übriges und so verschwanden ab der Jahrtausendwende die vorher reich bestückten Straßenstriche Stück für Stück.
Von Ungarn erzählt man sich ja ähnliche Geschichten. Ich war nur einmal Mitte der 90er dort und bei der Gelegenheit wurde mein Auto aufgebrochen und ausgeräumt. Das dämpfte meine Liebe zu dem Land gewaltig und ich bin auch nicht mehr hingefahren.
Ach ja, da kommen so die Erinnerungen hoch, was man in über 40 Jahren alles in dieser Szene erlebt hat...

Ich finde, im Vergleich zu den letzten zehn Jahren auf jeden Fall die schöneren und auch natürlicheren Zeiten. Aber wer weiß, wie die heute Jungen ihre aktuellen Erlebnisse in vierzig Jahren sehen.:rolleyes: