Die Brände und ihre Auswirkungen
Die Twin Tower waren laut dem New York City Building Code von 1968 als Klasse 1B eingestuft. Dass verlangt, dass die Stahlträger einem
dreistüdigen und die Deckenböden einem zweistümdigen Brand widerstehen müssen. In einem Zusatndsbericht aus dem Jahr 2000
wurden die Türme erneut als Klasse 1B zertifiziert: Nichtbrennbar, brandgeschützt und in Übereinstimmung mit dem Gesetz mit
Sprinklern nachgerüstet. (Siehe NIST NCSTAR 1-6, lxx)
Laut dem NIST dauerten die Brände in einem gegebenen Bereich ungefähr 20 Minuten, bevor sie auf angrenzende Bereiche übersprangen, wo sich noch nicht verbrauchtes Brennmaterial befand. Die Ausbreitung des Feuers verlief „im allgemeinen gleichförmig aufgrund der ausgeglichenen Verteilung des Brennmaterials".
www.nist.gov/public_affairs/factsheet/wtc_keyfindings.htm
Das Kerosin aus den Flugzeugen spielte dabei keine wesentliche Rolle. „Während sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Treibstoff konzentrierte, war dieser größtenteils schon nach wenigen Minuten verbrannt." (NCSTAR 1-5 p50, para3)
Um die maximale Temperatur zu bestimmen, die der im WTC verbaute Stahl während der Brände erreicht hat, standen dem NIST 236 für die Untersuchung gesicherte Exemplare von Pfeilern, Stahlplatten und anderen Bauelementen zur Verfügung. Sie repräsentieren etwa 0,25 bis 0,5 Prozent der ungefähr 200.000 im WTC verbauten Tonnen Stahl. Laut dem NIST war die Sammlung der 236 Exemplare „ausreichend, um die Beschaffenheit des Stahl zu bestimmen." (NIST NCSTAR 1-3B, Seite xxvi)
„Das NIST glaubt, dass diese Sammlung von Stahl aus den WTC-Türmen für den Zweck der Untersuchung angemessen ist," heißt es in einem im Mai 2003 veröffentlichten Vorab-Bericht des NIST. Ebenfalls noch vor der Veröffentlichung des finalen Berichtes, der im September 2005 erscheinen ist, heißt es in in einem Bericht von Shyam Sunder, Direktor des
Engineering Laboratory des NIST, dass die Sammlung dem Anliegen „angemessen" sei, die Qualität und Eigenschaften des Stahls zu bestimmen. „Auf die Regionen des Einschlags und der Brände wurde bei der Auswahl besonderes Augenmerk gelegt," so Sunder.
www.fire.nist.gov/bfrlpubs/fire04/PDF/f04059.pdf
„Der Bestand des NIST umfasst Teile aus den Einschlags- und Brandzonen, Außenpfeiler, Kernpfeiler, Deckenträger..." (NCSTAR 1.3, xxxvii)
Die Analyse von Photographien habe ergeben, dass 16 der 33 von WTC gesicherten Außen-Stahlplatten [perimeter panels], an denen jeweils drei Pfeiler und die Auflagenflächen für die Deckenträger befestigt waren (s.Bild), dem Feuer vor dem Einsturz ausgesetzt waren.
Im Fall des WTC 2 sei hingegen keine der neun aufbewahrten Außen-Stahlplatten den Bränden ausgesetzt gewesen. Die Untersuchung von über 170 Stellen an insgesamt 21 Platten ergab, dass an nur drei Stellen Farbrisse zu beobachten waren, die „andeuten, dass der Stahl möglicherweise eine Temperatur erreicht habe, die über 250 Grad Celsius hinaus ging." (NIST NCSTAR 1-3, Seite 101) Zu ähnlichen Ergebnissen kam man auch bei den insgesamt 12 aufbewahrten Stahlpfeilern aus den Gebäudekernen. An zwei Pfeilern aus den vom Brand betroffenen Etagen ließ sich „wenn überhaupt" nur eine „begrenzte Einwirkung" von nicht über 250 Grad Celsius nachweisen. (NIST NCSTAR 1-3, Seite xli)
Die Analyse der Mikrostruktur der untersuchten Stahlteile ergab zudem, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass sie Temperaturen, die ihre Integretität hätte ernsthaft schwächen können, einer „signifikanten" Zeitdauer ausgesetzt waren. „Keins der gesammelten Stahlteile zeigte Anzeichen dafür, einer Temperatur von über 600 Grad Celsius bis zu 15 Minuten ausgesetzt gewesen zu sein." (NIST NCSTAR 1, Seite 180)
Damit widerspricht der empirische Befund auch den Computer-Feuersimulationen des NIST. Denn ein Vergleich zeigt, dass untersuchte Pfeiler und Platten laut der NIST-Simulation über einen signifikanten Zeitraum Temperaturen von 1000 Grad Celsius ausgesetzt gewesen wären. Zudem befanden sie sich in der Region der Fenster, wo laut den Workstation-Tests des NIST die Temperaturen am höchsten sind. Wie aus folgender Abbildung (NIST NCSTAR 1-3, Seite 34) ersichtlich, wurden Außenpfeiler der Ostseite des WTC 1 zwischen der 90. und 100. Etage untersucht.
Nun ein Vergleich der betreffenden Zone mit den Computer-Simulationen des NIST, wobei es sich um Case A (weniger schwer)
handelt. (Abbildungen siehe NIST NCSTAR 1-5 F, Seite 71 ff.). Die besagte Zone befindet sich jeweils im oberen rechten Viertel (nördliche Seite der Ostseite).
Etage 96:
Etage 97:
Etage 98:
Laut den Computer-Simulationen des NIST wären diese Pfeiler Temperaturen von ungefähr 1000 Grad Celsius über einen Zeitraum von etwa 20 Minuten ausgesetzt gewesen, wohingegen in der Realität ihre Untersuchung ergab, dass sie nicht einmal für 15 Minuten 600 Grad Celsius ausgesetzt waren.
Obwohl es vor der Untersuchung noch hieß, die Exemplare seien angemessen, um den Zustand des Stahls in der Brandzone zu bestimmen, so galten sie nach der Untersuchung nicht mehr als exemplarisch.
„Man beachte, dass die untersuchten Außen- und Kernpfeiler in ihrer Anzahl sehr begrenzt waren und nicht als repräsentativ für die Mehrheit der Pfeiler betrachtet werden können, die den Bränden in den Türmen ausgesetzt waren." (NIST NCSTAR 1-2, Seite xli)
Die Tatsache, dass das NIST keine Stahlelemente gefunden hat, die annähernd Temperaturen
Obwohl bei der Auswahl der Exemplare besonderes Augenmerk auf die Region der Brände gelegt wurde und diese als angemessen für die Untersuchung betrachtet wurde, konnten keine Temperaturen festgestellt werden, die annähernd so hoch waren, dass sie die Stahlelemente so weit geschwächt hätten, wie es die offizielle Version behauptet. Das Ergebnis der Untersuchung der Überreste steht in klarem Widerspruch zur NIST-Erklärung des Einsturzes. Das NIST übergeht diesen Widerspruch nicht einfach, sondern behauptet sogar, dass diese Ergebnisse die eigene Version unterstützen.
„Diese Ergebnisse sind zum Teil auch eine Bestätigung der Hitze-Modelle [thermal modeling] der Struktur dar, da keines der Exemplare aus einer Zone stammt, in der eine solche Erhitzung vorhergesagt wurde". (NIST NCSTAR 1, Seite 181)
Diese argumentative Flucht nach vorn ist wenig überzeugungskräftig. Denn wie oben schon aufgezeigt, stammten einiger der Exemplare tatsächlich aus Zonen, in denen laut den NIST-Simulationen eine solche Hitze vorgeherrscht haben soll.
Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild: Um die ursprüngliche These zu verifizieren, wonach der Stahl bis zur signifikanten Schwächung erhitzt wurde, wurden Stahlelemente auch aus den beobachteten Brandzonen untersucht. Das Untersuchungsergebnis bestätigte die These aber nicht. Daraufhin zieht das NIST nicht eine andere Hypothese in Betracht, sondern erklärt, dass aus den Zonen, die so heiß gewesen sein sollen, dass der dortige Stahl signifikant geschwächt wurde, keine Exemplare gesichert wurden. Da es unmöglich ist, diese Behauptung empirisch zu verifizieren – der Stahl aus diesen Zonen wurde schließlich vernichtet – führt das NIST bestätigende Computer-Simulationen durch, die aber selbst wiederum nicht verifiziert werden können, da das NIST deren Parameter zu einem Geheimnis aus Gründen der nationalen Sicherheit erklärt.
Auch die im Rahmen der Untersuchung durchgeführten Brandtests stützen ebenso wenig wie die Analyse der 236 Stahlelemente die These, dass die Brände die Stahlelemente so stark erhitzen konnten, so dass sie ihre Tragfähigkeit signifikant verloren.
In einem Vorabbericht des NIST wird auf einen bereits 1970 durchgeführten Brandbelastungs-Test an einem den WTC-Etagen ähnelnden Modell verwiesen.
Die Bodengruppe [floor assembly] hielt erfolgreich einem dreistündigen Feuer stand. Sie hing unter maximaler Belastung nach drei Stunden um 4-3/4 Inch (2,4 Prozent) durch.
wtc.nist.gov/pubs/MediaUpdate%20_FINAL_ProgressReport051303.pdf
seite 84
In den späteren NIST-Berichten fehlt jeglicher Hinweis auf diesen Test. In dem FAQ-Sheet vom Dezember 2007 heißt es sogar, das NIST „fand keine Beweise dafür, dass jemals Brandtests an dem WTC-Deckensystem durchgeführt wurden."
Kritiker führen dies darauf zurück, dass die Test-Ergebnisse die NIST-Hypothese nicht unterstützen.
Das NIST führte auch eigene Brand-Tests an Geschoss-Konstruktionen durch.
Vier Standard Brandtests wurden nach ASTM E 199 an Bodengruppen durchgeführt, die „so nah wie praktisch möglich" denen des WTC nachempfunden waren. Tests wurden an Systemen mit einer Gitterträger-Spannweite [truss span] von 35 bzw. 17 Fuß Länge durchgeführt. Die Tests wurden jeweils mit einem SFRM-Brandschutz durchgeführt, wie er auch im WTC verwendet wurde. SFRM steht für XY und ist ein aufgesprühter Brandschutz (s.Bild). Die bei den Tests verwendete Dicke des SFRM betrug ¾ bzw. ½ Inch.
¾ inch entspricht dem Wert angenommen, wie er im allgemeinen in den Türmen vorhanden war.
Allerdings war 1999 im Fall des WTC1(Nordturm) bei allen vom Feuer betroffenen Etagen der Brandschutz erneuert worden. Dort betrug er 2,5 inch. (NIST NCSTAR 1-6 Executive Summary, Seite lxxi)
Bei allen vier Tests wurde die volle Belastung gewählt, für die das WTC konstruiert wurde. Bei den Tests mit den kürzeren Systemen wurde die Belastung verdoppelt, um die Resultate maßstabsgerecht zu halten.
Dann heißt es unter „Finding 8":
„Alle vier getesteten Gruppen stützen ihr volles Konstruktionslast [full design load] unter Stard-Brandbedingungen für zwei Stunden, ohne zusammen zu brechen." (NIST NCSTAR 1-6 Executive Summary, Seite lxxii)
wtc.nist.gov/pubs/NCSTAR1-6ExecutiveSummary.pdf
An anderer Stelle heißt es sogar, dass sie über zwei Stunden der vollen Last stand hielten.
"...in all cases, the floors continued to support the full design load without collapse for
over 2 hours." (NCSTAR 1, xli)
Selbst nach zwei Stunden unter Feuer kam es zu keinem Kollaps – im Vergleich zu den jeweils 20-minütigen Bränden in den WTC-Türmen. „Die Ergebnisse stellten fest, dass diese Art der Konstruktion in der Lage war, ohne einzustrüzen einer großen Gewichtsbelastung über eine beträchtliche Zeitspanne hinweg stand zu halten, im Verhältnis zu der Dauer der Brände an jedem gegeben Ort am 11.September (NCSTAR 1, 143)
Und dabei fanden laut Kritikern die NIST-Tests mit einer doppelt so hohen Gewichtsbelastung statt, wie sie faktisch im WTC vorhanden waren:
There is also a presumption in the NIST theory that the floors in the building would fail at the
same temperature as the test trusses would fail. This presumption cannot be sustained as the test
trusses were loaded to the maximum design capacity, (104 pounds per square foot for the full
length 35 foot trusses, NCSTAR 1-6, 4.1) but no evidence is presented to show that the floors in
the buildings would have been loaded so heavily. Indeed it is reasonable to believe that the
contents of typical offices would not load floors to anywhere near the maximum design load. A
typical filing cabinet might weigh 150 pounds with an area of 3 square feet, thus applying 50
pounds per square foot, far less than the design load. Furthermore office floors are never entirely
covered with filing cabinets.
journalof911studies.com/volume/2010/Falsifiability.pdf
Dort wird auch darauf hingewiesen, dass die Tests selbst dann zu keinem Einsturz führten, als der Stahl signifikant erhitzt war.
Test 3
The length of Test 3, (3.5 hours), allows us to remove any doubt surrounding the SFRM factor in
keeping the trusses at a lower temperature than exposed members (NCSTAR 1-6B, 76).
Let us examine the last stages of the test. At this time, the steel is over 800 ºC in the west trusses
and over 1000 ºC in the east trusses. These trusses operated at below 10% of their optimal
strengths for 40 to 60 minutes, as shown in the graph below. One would have expected
immediate failure, but this did not occur, providing another glaring indication that something
might be wrong with the HICT theory proposed by NIST.
BILDER ??
Die Test-Ergebnisse widersprechen der NIST-These eines Feuer-bedingten Einsturzes. Und obwohl der Test-Aufbau den WTC-Etagen „so nah wie praktisch möglich" entsprach, stellte das NIST die Aussagekraft der eigenen Tests in Frage.
"The Investigation Team was cautious about using these results directly in the
formulation of collapse hypotheses. In addition to the scaling issues raised by the test
results, the fires in the towers on September 11, and the resulting exposure of the floor
systems, were substantially different from the conditions in the test furnaces." (NCSTAR
1, 143)
Nachdem die Ergebnisse dieser Tests, die angelegt waren, to duplicate, as closely as practical, the floor system used in the WTC towers,
nicht in Einklang mit der Hypothese zu bringen waren, nach der die tragenden Elemente durch die Brände so starkt erhitzt wurden, so
dass sie signifikant an Tragkraft verloren und anschließend zum Kollaps führten. Nachdem auch die Untersuchung des WTC-Stahl die NIST-Hypothese nicht stützte, war spätestens nach den durchgeführten Brandtests der Zeitpunkt gegeben, ernsthaft alternative Hypothesen in Erwägung zu ziehen.
Um die Hypothese zu retten, führte das NIST einen neuen Summanden in die Formel „Flugzeugeinschlag + Brände = Einsturz" ein. Das NIST behauptet, dass der Brandschutz in den vom Feuer betroffenen Etagen weitgehend zerstört wurde bzw. soweit beschädigt, dass er sich von den Pfeilern und Trägern gelöst habe.
Denn mit Brandschutz ließ sich über Stunden nicht konstatieren, was laut dem NIST bereits nach
Minuten ohne Brandschutz zu beobachten war.
In einer Simulation wurde einer der größten Pfeiler der Türme in einen Ofen mit 1100 Grad Celsius Hitze gesteckt. Auch nach zehn Stunden hat der mit 1 1/8 inch SFRM-Brandschutz ausgestattete Pfeiler nicht die Temperatur von 600 Grad Celsius erreicht, ab der Stahl signifikant an Tragfähigkeit verliert. Ohne Brandschutz „dauerte es nur 13 Minuten, um die Stahloberfläche auf 600 Grad Celsius zu erhitzen".
„Die Brände in WTC 1und WTC 2 wären daher „nicht in der Lage gewesen, die brandgeschützten Kern- oder Außenpfeiler innerhalb von 102 bzw. 56 Minuten zwischen Einschlag und Einsturz bedeutend zu schwächen". (NIST NCSTAR 1, Seite 132)
Hierzu sei angemerkt, dass es sich bei dem Experiment, bei dem der ungeschützte Träge auf 600 Grad Celsius innerhalb von 13 Minuten erhitzt wurde, um eine Computer-Simulation handelt. Außerdem ist die Rede von Oberflächentemperatur. Um
den Träger selbst auf diese Temperatur zu erhitzen, hätte es wesentlich mehr Zeit bedurft – laut dem NIST dauerten die Brände aber nur jeweils 20 Minuten.
Hinzu kommt, dass es keine empirischen Belege dafür, dass die Brände
im WTC 1100 Grad Celsius heiß waren. Diese Zahl basiert auf Computer-Simulationen, die selbst sehr fragwürdig sind. Zuguterletzt: die Floor-Assembly-Test produzierten auch dann keinen Kollaps,
als die tragenden Elemente auf 800 Grad Celsius erhitzt waren und nur noch 10% der Tragkraft hatten.
Aus dem obigen Zitat des NIST ergibt sich, dass fehlender Brandschutz zwingend notwendig ist, um die offizielle Erklärung des
brandbedingten Einsturzes aufrecht erhalten zu können. Das NIST formuliert das auch unmissverständlich:
"The WTC towers would likely have not collapsed under the combined effects of the aircraft impact damage and the extensive, multi-floor fires that were encountered on September 11, 2001, if the thermal insulation had not been widely dislodged."
(NIST NCSTAR 1-6, Seite 283)
Ein ernüchternder Gedanke, daß man zur Strafverfolgung eines Ladendiebs bessere Beweise braucht als dazu, einen Weltkrieg anzufangen.
Anthony Scrivener