des gibt ja auch eindeutige Fälle, in denen mit dem Zuhälter verhandelt wird und das Mädel dann gesagt kriegt, was es zu tun hat. Diese Fälle sind da sicher mit gemeint und dann natürlich solche FKK-Clubs in denen die Freunde der Damen rumhängen und jeder, der seine Augen nicht verschließt, mitkriegt, wie die Mädels die Kohle bei den Jungs abliefern.
Dann müssten deiner Aussage nach, auch sämtliche Hausdamen als Zuhälterinnen gelten, die für die bei ihr arbeitenden ausländischen Prostituierten (die keine oder nur geringe Deutsch-Kenntnisse haben) dolmetscht? Gleichzeitig gelten damit deiner Aussage nach sämtliche Prostituiere, die kein Deutsch können, generell als Zwangsprostituierte?
Die Zielrichtugn des Gesetzes ist ja auch weniger die unmittelbare Wirkung, als vielmehr das, dass wir Freier darüber uns Gedanken machen. Das bringt schon viel.
Dann hätte man als Freier eigentlich nur die Option nur noch zu Prostituierten zu gehen, mit denen man sprachlich selbst verhandeln kann (die also selbst Deutsch sprechen) und bei denen keine Hausdame oder ähnliche Personen in der näheren Umgebung (am Straßenstrich oder in WoPuffs/Clubs) befinden zu gehen.
Grob geschätzt würde damit der größte Teil sämtlicher Prostituierte als Zielgruppe, zu der man problem- und rechtlich gefahrlos gehen könnte wegfallen, sofern man deine Aussage als Grundlage nimmt.
Es bleibt also weiterhin offen, woran Mann zweifelsfrei erkennen kann, ob eine Prostituierte freiwillig arbeitet oder nicht. Solange Menschen keine Telepathen sind, wird dies weiterhin unmöglich sein. Wer als Mann absolut sicher gehen will (und muss, wegen Familie und Co, die er versorgen muss), wird damit nur eine Option haben, nämlich dem Pay6 zu entsagen. Alles andere ist nur ein Ratespiel.