Ich weiß nicht, ob du auch sexuelle Kontakte außerhalb des paysex hattest, zeisig. Ich schon.
Schon einige Male habe ich Frauen in Discotheken oder Kneipen angegrabbelt, die sich dann mit "Abscheu" von mir abgewandt haben. Nur um später nach erneutem "Angrabbeln" mit mir im Bett zu landen.
Eine Frau, die auf eine "Anmache" sofort mit einem "ja" reagiert, gilt eben als Schlampe. Deswegen sagen die oft erst einmal "nein" und meinen "ja".
Manch eine Frau möchte eben "erobert" werden, um dein Interesse zu testen. "Erobern" ist übrigens ein Terminus aus der Kriegsführung und hat weniger mit formalen Einverständnis zu tun als mit Gewalt.
Im normalen Leben kannst du eben nicht zu einer Frau ( wie bei einer Nutte) hingehen und fragen: " Sind sie damit einverstanden, mir den Schwanz zu lutschen. Ich weiße sie zudem darauf hin, das ich kein Rechtsanwalt bin, sondern bei der Müllabfuhr tätig bin. Auf diesen Umstand weise ich sie gern hin, damit sie ihr Einverständnis frei von durch Informationsdefiziten hervorgerufenen Willensmängeln- mithin voll wirksam- erteilen. "
Wenn Sie dann nackt vor dir liegt, fragst du sie am besten nochmal, ob du dieses Verhalten wirklich als Einverständnis- also als Willenserklärung durch schlüssiges Verhalten- zu Penetration interpretieren darfst. Solltest du mit deiner Angebeteten vorher ausgegangen sein, würde ich dann noch vorher einen Alkoholtest machen. Möglicherweise könnte nämlich der Genuss von Alkohol die Wirksamkeit ihrer Einwilligung berühren. Aber wenn schon denn schon. Mach auch noch einen Drogentest vorher. Auch durch die Einnahme von Cannabis könnte die Wirksamkeit der Einwilligung berührt sein.
Wenn du sie dann endlich richtig durchhämmerst, zeisig, lasse dich keinesfalls zu sehr fallen. Bleib wachsam ! Möglicherweise haucht die Dame unter deinem Hämmern " kurze Pause !" und du überhörst dies. Und schon bist du ein Vergewaltiger ?
Übertrieben ? Dann beschäftige dich mal mit dem Fall " Assange" und mit der Aussage der "Vergewaltigungsopfer".
Im übrigen: die Stute flüchtet vor dem Hengst, die Häsin vor dem Hasen. Hast du noch nie Hasen beim Ficken zugeschaut, zeisig !
Kennst du nicht Charles Darwin ? Nach ihm sind Frauen Tiere. Bitte behandle sie auch so !
Der Mensch ist nicht nur Kulturwesen, sondern auch Naturwesen.
Oder nimm die einfach ein Beispiel an Donald Trump. Der weiß wie man Frauen behandelt. Dann bekommst du auch eine hübsche Frau.
Augustus, ich danke dir für deine Erfahrungen. In meiner Erfahrung funktionierte die von dir geschilderte Methode "einfach mal berühren/anfassen/angrapschen" mehrheitlich nicht, und das liegt aus meiner Sicht nicht daran, dass ich irgendwie widerlich wäre. Daher meide ich diese Taktik. Ich schätze, dass das für die meisten Männer gilt.
Wenn man hübsche Frauen so wie Trump behandelt, bekommt man sie im Allgemeinen nur, wenn man auch so reich wie er ist. Vermute ich mal. :P
Rechtfertigt denn die Tatsache, dass jemand letztlich mit dir im Bett landet, jede Methode, die du genutzt hast, um das zu erreichen? Folgt aus "Sie war mit mir im Bett", dass alles moralisch ist, was ich getan habe, um das zu erreichen?
Warum geben Damen erstmal ein negatives Signal?
* Weil sie das Spiel "erst wollte sie nicht, dann doch" spielen wollen? Vielleicht, aber eher selten, denke ich.
* Weil sie sich die Option, tatsächlich "Nein" zu meinen, offen halten wollen? Schon eher. Manche hatte Dich vielleicht gar nicht auf dem Schirm, ist überrascht, geschockt sozusagen, schubst dich erstmal wieder aus ihrer Sphäre raus. Dann erst guckt sie sich dich näher an, und eigentlich geht die Klärung "ja oder nein" dann erst richtig los.
* Weil sie einfach nicht unerwartet angegrabbelt werden wollen? Das ist die "wahre" Antwort, vermute ich. Hat jemand ne Umfrage parat? ;-)
Warum sagt sie erst "Nein" und dann "Ja"? Wenn eine Frau nicht allein ins Bett will, lässt sie sich vielleicht Dinge gefallen, die sie eigentlich nicht mag. Es ist ihr insofern wichtiger, jemanden fürs Bett zu finden, als nicht angegrabbelt zu werden. Aber "weniger wichtig, nicht unerwünscht angegrabbelt zu werden" heißt nicht "es ist in Ordnung, unerwünscht angegrabbelt zu werden".
Die Sache mit Assange ist möglicherweise geopolitisch verzerrt, aber OK, schauen wir uns mal unabhängig davon den sexuellen Teil ein wenig an. Meine Kenntnis ist aus dem Guardian-Artikel dazu. A sagte, Assange hätte sie nicht so gelassen, wie sie wollte (nämlich erstmal angezogen). Wenn das so ist, hat er Mist gebaut. Dabei spielt es keine Rolle, dass sie hinterher mit ihm schlafen wollte oder geschlafen hat. Wenn sie sich noch nicht ausziehen wollte, hat er sie nicht auszuziehen. A sagt auch, sie hätte versucht, sich wieder etwas anzuziehen. Ein ziemlich klares "nicht so schnell"-Signal, das auch nach dem bisherigen Gesetz ausreicht. Von daher würde das angedachte Gesetz nichts an dem Fall ändern, und er taugt eigentlich nicht als Beispiel. Das gilt auch für den Aspekt "mit oder ohne", daher lasse ich den jetzt weg. Mir geht es hier eh in erster Linie um die Moral, und nicht ums Recht. Ob man so einen Konflikt juristisch ausfechten sollte, steht auf einem anderen Blatt.
Ich gebe zu, dass das Gesetz dehnbar ist. Der Fall zeigt, dass ein dehnbares Gesetz Risken birgt. Aber hier will ich ein dehnbares Gesetz. Die Richter sollen sozusagen dafür sorgen, dass am Ende etwas gerechtes herauskommt. Und das geht mit "Opt-In" besser, meine ich.
Gesetze, die Grenzen setzen, sind Kompromisse. Ein guter Kompromiss schießt mal in die eine Richtung übers Ziel hinaus, mal in die andere.
Die von dir satirisch geschilderte Vorgehensweise schießt übers Ziel hinaus, das wissen wir alle, und eben deshalb ist es lustig.
Das Ziel eines solchen Gesetzes ist eben nicht, "Rechtssicherheit" bei der Anbahnung herzustellen oder zu fordern. Ein Gesetz in diesem Bereich kann und soll das nicht leisten.
Das Ziel eines solchen Gesetzes ist es auch nicht, "Sicherheit vor Anmache" zu schaffen. Auch das kann und soll es nicht leisten.
Ein Gesetz soll sagen, wie es *normalerweise* moralisch korrekt ist. Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt *immer* an den Buchstaben des Gesetzes halten.
Rote Fußgängerampel, aber kein Verkehr? Gehen wir halt rüber. Ist einfach sinnlos, da zu stehen und zu warten. Das Gesetz und die Ampel sind ja nicht für sich selbst da, sondern für uns. Wenn es jetzt aber wegen Blindheit oder Blödheit dabei zu einem Unfall kam, dann sind wir eben dran, und wundern uns darüber nicht.
Ein Gebot, ausreichendes Einverständnis einzuholen, aber dein Gefühl sagt dir, dass es schon besteht? OK, probier's halt. Aber ich würde mich nicht wundern, wenn ich dann ne Klage wegen sexueller Belästigung am Hals hätte. Ich würde es akzeptieren, ich dachte, ich könnte die Regel mal "erfolgreich" verletzen, aber habe mich halt getäuscht. Mein Problem.
Der Mensch ist eben sowohl Kulturwesen als auch Naturwesen. Klar sind wir auch Tiere, aber ich bin so gut wie nie nur Tier. Beim Sex bin ich eher Naturwesen, und im letzten Moment nur Tier. Einen Sexualpartner wie ein Tier zu behandeln, kann gern tun, wer dazu aufgefordert wurde. Genau darum geht es hier.
Wie schon gesagt, es braucht moralisch gesehen ausreichende Signale. Das Gesetz sagt bisher, dass ein negatives Signal vom Angegrabbelten *nötig* ist, und das finde ich verkehrt.
Ausdrückliche Ablehnung zu fordern, suggeriert, dass passive Duldung normalerweise Zustimmung sei. Das ist eine ungerechtfertigte Annahme. Sie ermöglicht irrtümliche Annahme von Zustimmung. Schlimm, im Ernst. Im konkreten Fall könnte es tatsächlich Zustimmung sein, oder auch nicht. Bisher kannst du dich bei Passivität juristisch damit herausreden, sie hätte nichts dagegen gehabt. Dabei hat sie vielleicht bloß Angst gehabt.
Ausdrückliche Zustimmung zu fordern, suggeriert, dass passive Duldung normalerweise Ablehnung sei. Auch das ist eine eigentlich ungerechtfertigte Annahme. Sie ermöglicht irrtümliche Annahme von Ablehnung. Nicht so schlimm, finde ich. Im konkreten Fall könnte es tatsächlich Zustimmung sein, oder auch nicht. So kannt ich mich bei Passivität aber juristisch nicht mehr damit herausreden, sie hätte nichts dagegen gehabt. So ist es mir lieber.